Dauerhafte Wunschliste für Creator & Influencer: So funktioniert's im DACH-Raum
Kostenlose, permanente Wunschliste für Creator im DACH-Raum. DSGVO-konform, alle Shops, 0% Gebühren. Die deutschsprachige Alternative zu Throne & Amazon.

Du bist Creator, Streamerin oder Influencer im deutschsprachigen Raum — und deine Fans fragen immer wieder: „Was kann ich dir schenken?" Vielleicht hast du bisher eine Amazon-Wunschliste genutzt. Vielleicht hast du es komplett gelassen, weil dir die Privatsphäre zu wichtig ist. Oder du hast dir Throne angeschaut und dich gefragt, warum es keine deutschsprachige Alternative gibt.
In diesem Artikel zeigen wir, warum eine dauerhafte Wunschliste für Creator im DACH-Markt anders funktioniert als in den USA — und worauf du achten solltest, wenn du eine einrichtest.
Warum Creator eine dauerhafte Wunschliste brauchen
Eine klassische Wunschliste hat ein Ablaufdatum. Geburtstag vorbei, Liste erledigt. Aber als Creator ist deine Community nicht auf einen Anlass beschränkt. Fans wollen dich das ganze Jahr über unterstützen — mit Equipment für deinen Stream, Büchern für deine Recherche, oder einfach einem Kaffee-Gutschein als Dankeschön.
Das Problem: Die meisten Wunschlisten-Dienste sind für einmalige Events gebaut. Geburtstag, Hochzeit, Weihnachten. Danach wird die Liste archiviert. Für Creator, die ihre Wunschliste dauerhaft in ihrer Bio verlinken, funktioniert das nicht.
Eine permanente Wunschliste bleibt aktiv — ohne Ablaufdatum, ohne Zeitdruck. Du aktualisierst sie, wenn sich deine Wünsche ändern. Deine Community kann jederzeit vorbeischauen.
3,5 Millionen Creator in Deutschland — und kaum deutsche Tools
Die Creator Economy in Deutschland ist längst kein Nischenphänomen mehr. Rund 3,5 Millionen Menschen betreiben ein Content-bezogenes Business — vom Nano-Creator mit 500 Followern bis zum Vollzeit-Influencer. 63 Prozent von ihnen leben bereits davon. Die Ausgaben für Influencer-Werbung haben sich zwischen 2020 und 2025 von 317 Millionen auf 718 Millionen Euro mehr als verdoppelt.
Allein auf TikTok sind 25,7 Millionen Deutsche aktiv, auf Twitch belegt Deutschland mit über 6 Prozent Marktanteil Platz 2 weltweit hinter den USA. In Städten wie Essen gibt es mittlerweile 33 Influencer pro 1.000 Einwohner, in Berlin sind es knapp 99.000 aktive Creator.
Trotzdem gibt es praktisch keine spezialisierte, deutschsprachige Wunschlisten-Lösung für Creator. Die meisten Tools kommen aus den USA, sind auf Englisch, und berücksichtigen weder DSGVO noch deutsche Zahlungsgewohnheiten.
Was Creator aktuell nutzen — und warum es hakt
Amazon-Wunschliste: Bequem, aber riskant
Die Amazon-Wunschliste ist nach wie vor die Standardlösung. Sie ist schnell erstellt, jeder kennt Amazon, und Fans können direkt kaufen. Das Problem: Privatsphäre.
Traditionell konnten Käufer Name und zumindest Stadt des Empfängers sehen. Es gibt zwar mittlerweile Optionen, die Adresse für Drittanbieter zu verbergen — aber vollständige Anonymität ist nicht garantiert. Viele Creator greifen deshalb auf Postfächer oder Paketshop-Adressen zurück. Und: Du bist auf Amazon-Produkte beschränkt. Wer Equipment von Thomann, Mode von About You oder einen Gutschein vom lokalen Café auf seine Liste setzen möchte, hat Pech.
Throne: Privacy-First, aber nicht für DACH gemacht
Throne hat sich als die Creator-Wishlist-Plattform etabliert. Das Versprechen: Fans sehen nie deine Adresse, deinen Namen oder andere persönliche Daten. Throne kauft das Geschenk im Shop und leitet es weiter. Dazu kommen Twitch-Overlays, Alerts und ein eigenes Affiliate-Storefront.
Klingt gut. Aber für deutschsprachige Creator gibt es Haken:
Die Gebühren sind komplex. Fans zahlen je nach Produkttyp 2,9 bis 3,9 Prozent Payment-Fee plus Service-Gebühren von bis zu 9,75 Prozent bei Barauszahlungen. Bei Cash Gifts kommen nochmal knapp 9 Prozent obendrauf. Für einen 100-Euro-Wunsch zahlt ein Fan also bis zu 113 Euro — und diese Transparenz fehlt oft.
Alles ist auf Englisch. Interface, Support, AGBs, Datenschutzerklärung. Für Creator, deren Community überwiegend deutsch spricht, ist das eine Hürde. Und: Thrones Server stehen in den USA, nicht in der EU.
Deutsche Shops fehlen im Partner-Netzwerk. Kein Otto, kein MediaMarkt, kein Thalia. Für den deutschen Markt bedeutet das Einschränkungen, gerade bei Produkten die es nur bei DACH-Händlern gibt.
Generische Wunschlisten-Dienste
Plattformen wie wishsite.de, wisheezy oder drawnames.de bieten kostenlose Wunschlisten mit gutem Datenschutz. Aber sie sind auf Anlässe ausgelegt — Geburtstage, Weihnachten, Wichteln. Permanente Listen ohne Datum? Nicht vorgesehen. Creator-spezifische Features wie Bio, Social Links oder Crowdfunding? Fehlanzeige.
Was eine Creator-Wishlist im DACH-Raum wirklich braucht
Aus den Lücken der bestehenden Lösungen lässt sich ein klares Anforderungsprofil ableiten:
Datenschutz als Standard, nicht als Upgrade. DSGVO-konforme Infrastruktur mit Servern in der EU. Keine Adressweitergabe an Fans. Keine unnötige Datenspeicherung. Für Creator im deutschsprachigen Raum ist das keine nette Ergänzung — es ist Grundvoraussetzung.
Kein Ablaufdatum. Die Liste bleibt aktiv, solange du willst. Keine Archivierung nach dem Event, kein Reset. Du aktualisierst sie selbst.
Produkte aus allen Shops. Amazon, Otto, Zalando, Thomann, lokale Boutiquen, Etsy — egal woher. Per Link einfügen, fertig. Keine Beschränkung auf ein Ökosystem.
Sammelkasse für größere Wünsche. Die neue Kamera, das Studio-Equipment, die Konferenzreise. Deine Community kann gemeinsam für teurere Geschenke sammeln — mit Fortschrittsbalken und transparenter Darstellung.
Bio und Social Links. Fans, die über deinen Wishlist-Link kommen, wollen wissen, wen sie beschenken. Ein kurzer Text über dich und ein Link zu deinem Hauptkanal geben Kontext.
Transparente Gebühren. Am besten: keine. Wenn Gebühren anfallen, dann klar kommuniziert — nicht versteckt in der Checkout-Seite.
Deutsches Interface. Nicht nur übersetzt, sondern nativ deutsch gedacht. Inklusive Impressum, Datenschutzerklärung und Support.
So richtest du deine dauerhafte Wunschliste ein
Das Einrichten dauert weniger als fünf Minuten. Hier ein typischer Ablauf — am Beispiel von Wishlist.de, das seit Kurzem permanente Wunschlisten für Creator anbietet:
Schritt 1: Vorlage wählen. Wähle die Vorlage „Geschenke für mich" — eine permanente Liste ohne Ablaufdatum.
Schritt 2: Profil anlegen. Trage deinen Namen ein, optional eine kurze Bio und deinen wichtigsten Social Link (Linktree, Instagram, Twitch — was auch immer dein Hauptkanal ist).
Schritt 3: Wünsche hinzufügen. Kopiere den Link zu einem Produkt aus einem beliebigen Online-Shop. Die Plattform importiert automatisch Name, Bild und Preis. Für Erlebnisse oder Geldwünsche nutzt du die Sammelkasse-Funktion.
Schritt 4: Link teilen. Du bekommst einen permanenten Link, den du in deine Bio, dein Twitch-Panel oder dein Linktree einfügst. Fans brauchen keinen Account — sie können die Liste anschauen und Geschenke reservieren, ohne sich zu registrieren.
Tipps für mehr Geschenke: So kommunizierst du smart
Eine Wunschliste zu erstellen ist der einfache Teil. Der entscheidende Faktor ist, wie du sie kommunizierst. Gerade im deutschsprachigen Raum gibt es dabei ein paar kulturelle Nuancen.
Kontext geben statt „Beschenkt mich"
In Deutschland wird Fan-Gifting kritischer betrachtet als in den USA. Die TikTok-Live-Debatten um aggressive Gift-Battles haben das Thema „Abzocke" in den öffentlichen Diskurs gebracht. Gleichzeitig gibt es eine lange Tradition von Fan-Support — nur wird er anders kommuniziert.
Was funktioniert: Transparenz und Gegenleistung. Statt „Hier ist meine Wunschliste" lieber: „Ihr fragt mich oft, wie ihr mich unterstützen könnt. Hier sind ein paar Sachen, die mir bei meinem Content helfen würden." Oder: „Jedes Geschenk fließt direkt in besseren Content für euch — die neue Kamera zum Beispiel."
Die richtigen Kanäle nutzen
Dein Wishlist-Link gehört an diese Stellen:
- Linktree / Bio-Link: Der offensichtlichste Ort. Ein Button mit „Wunschliste" oder „Support me".
- Twitch-Panel: Ein eigenes Panel unter dem Stream mit kurzem Text und Link.
- Instagram Highlights: Ein Highlight „Wishlist" mit einer Story, die erklärt, wie es funktioniert.
- YouTube Info-Box: In der Kanal-Beschreibung oder unter Videos.
- Telegram/Discord: Für engere Communities ein gepinnter Post.
Mischung macht's
Die erfolgreichsten Creator-Wishlists haben eine Mischung aus:
- Kleinigkeiten (5–20 Euro) — niedrige Hürde, viele potenzielle Schenker
- Mittlere Wünsche (30–80 Euro) — das „Hauptgeschäft"
- Ein großer Wunsch als Sammelkasse (200+ Euro) — Community-Projekt mit Fortschrittsbalken
Und vergiss nicht: Bedanke dich. Ein kurzer Shoutout, eine Dankes-Story oder ein persönliches „Danke" in den DMs macht einen riesigen Unterschied — und motiviert andere, ebenfalls etwas zu schenken.
Steuerliche Hinweise für Creator in Deutschland
Ein Punkt, der oft übersehen wird: Geschenke von Fans können steuerlich relevant sein. In Deutschland gilt:
- Geschenke an Privatpersonen sind für den Empfänger steuerfrei, solange bestimmte Freibeträge nicht überschritten werden.
- Sobald du als Creator gewerblich tätig bist (und das bist du in der Regel, wenn du regelmäßig Einnahmen erzielst), können Fan-Geschenke als Betriebseinnahmen gelten.
- Bei Sachgeschenken zählt der Marktwert zum Zeitpunkt des Erhalts.
- Geldgeschenke über die Sammelkasse sind in jedem Fall einkommensteuerrelevant.
Wichtig: Das hier ist keine Steuerberatung. Sprich mit deinem Steuerberater oder nutze Tools wie Accountable oder Lexware, die sich auf Creator-Finanzen spezialisiert haben. Das Thema ist komplex — aber ignorieren ist keine Option.
Fazit: Der DACH-Markt braucht eine eigene Lösung
3,5 Millionen Creator in Deutschland, eine der stärksten Datenschutzkulturen weltweit, und keine einzige spezialisierte, deutschsprachige Creator-Wishlist. Amazon löst die Produkt-Frage, aber nicht die Privacy. Throne löst die Privacy, aber nicht die Sprache, die Gebühren und die Shop-Vielfalt. Generische Wunschlisten lösen den Datenschutz, aber nicht den Creator-Use-Case.
Eine dauerhafte Wunschliste, die alle diese Punkte zusammenbringt — DSGVO-konform, gebührenfrei, für jeden Shop, auf Deutsch — ist kein Nice-to-have. Es ist das fehlende Werkzeug im Toolset deutschsprachiger Creator.
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Du nutzt Wishlist.de bereits als Creator? Wir freuen uns über dein Feedback — schreib uns an feedback@wishlist.de oder nutze den Feedback-Button in der App.
Zusammenfassung
| Anforderung | Amazon | Throne | Wishlist.de |
|---|---|---|---|
| Permanente Liste | ❌ | ✅ | ✅ |
| DSGVO-konform | ⚠️ | ❌ (USA) | ✅ (EU) |
| Deutsches Interface | ✅ | ❌ | ✅ |
| Alle Shops | ❌ | ⚠️ | ✅ |
| Keine Gebühren | ✅ | ❌ | ✅ |
| Bio & Social Links | ❌ | ✅ | ✅ |
| Sammelkasse | ❌ | ✅ | ✅ |
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